Kupierverbot auch für Jagdhunde

 

In der Schweiz haben wir ein generelles Kupierverbot, das auch für Jagdhunde gilt. Seit dem 1. Juni 2002 ist auch jegliche Einfuhr kupierter Hunde verboten.

Viele Hundehalter setzen sich mit fadenscheinigen Gründen darüber hinweg und versuchen mit allen Mitteln dieses Gesetz zu umgehen.

Ein deutscher Jagterrier z.B. sei kein richtiger DJT, wenn er nicht eine kupierte Rute habe. Einen kupierten Dackel hingegen kann man sich kaum vorstellen. Das Kupieren der Hunde ist vor allem ein optisches Problem. Wenn wir uns einmal daran gewöhnt haben, werden wir uns einen kupierten Hund kaum mehr vorstellen können.

Ein Hund mit Rute oder Fahne schwimmt besser, als ein kupiertrer Hund. Die Rute dient als Seitenruder und verbessert die Wasserlage und das Gleichgewicht. die Rute ist für den Hund auch ein wichtiges Mittel, sich gegenüber Artgenossen auszudrücken. Der Schweisshund zeigt mir mit seiner Rute an, ob er auf der richtigen Fährte ist. Die Behauptung, ein unkupierter Hund würde sich die Rute wund schlagen, ist nicht stichhaltig. Wo können wir noch in grossen Schilfbeständen jagen?

Von der Bevölkerung und den andern Hundehaltern wird nicht verstanden warum die Jäger glauben, bei der Hundehaltung eine Extrawurst haben  zu müssen, und sich über das Kupierverbot hinwegsetzen zu können. Ein solches Verhalten wird sehr kritisch beurteilt und schadet dem Image. Darum halten wir uns doch auch bei der Hundehaltung an die geltenden Gesetze.

Aus „VLJ Jagd-Post“, Willy Widmer